Einsatzübung: Standardisierter Einsatz „Kellerbrand“

Einsatzübung: Standardisierter Einsatz „Kellerbrand“

Übungsbeginn: 02. 01. 2018, 18:30 Uhr

Übungsannahme: Gemeldet wurde ein Brandereignis im Keller eines Wirtschaftsgebäudes, zwei Personen sind vermisst.

Der Gruppenkommandant des TLF 4000 gibt schon bei der Anfahrt den Einsatzbefehl „Standardisierter Einsatz Kellerbrand“; der Atemschutztrupp rüstet sich während der Anfahrt aus.

Während der Gruppenkommandant die Erkundung durchführt, sichert die Mannschaft die Einsatzstelle ab und bereitet die notwendige Ausrüstung vor bzw. hilft dem Atemschutztrupp bei der Vorbereitung zum Einmarsch. Da sich der Einsatzort im Hof eines landwirtschaftlichen Betriebes befindet, müssen einige B-Längen über den Zugangsweg gelegt werden, um an den Einsatzort zu gelangen.

Der Gruppenkommandant hat inzwischen den Einsatzort erkundet und festgestellt, dass dichter Rauch aus der Zugangstür zum Keller dringt. Daraufhin wird dem Gruppenkommandanten des inzwischen ebenfalls eingetroffenen RLF die Stellung eines zweiten Atemschutztrupps befohlen.

Der erste ATS-Trupp hat inzwischen den Kellereingang erreicht und geht zur Personenrettung bzw. Brandbekämpfung vor, gleichzeitig wird die Beleuchtung der Einsatzstelle eingerichtet und die Druckbelüftung vorbereitet.

Der Atemschutztrupp kann eine Person nach deren Auffinden ins Freie bringen. Dort wird der Gerettete bis zum Eintreffen der Rettungskräfte betreut. Nach einiger Zeit wird die zweite vermisste Person vom Atemschutztrupp des RLF gefunden und gerettet, danach wird der Brandherd bekämpft.

In der Zwischenzeit wurde ein C-Rohr vorgenommen und das Gebäude von außen geschützt.

Nachdem „Brand aus“ gegeben werden konnte, wird der Keller auf vorhandene Abzugsöffnungen untersucht, um ihn danach mittels Druckbelüfter rauchfrei zu machen.

Nach einer Besprechung des Ablaufes und der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft ist der Übungseinsatz um 20:00 Uhr erfolgreich beendet.

Teilgenommen haben 22 Mitglieder mit Tanklöschfahrzeug und Rüstlöschfahrzeug.

Dank an die Familie Lielacher für die Zurverfügungstellung des Übungsobjektes.

Der „Standardisierte Einsatz“ ist eine Vorgehensweise, die die FF Gainfarn in den letzten Jahren entwickelt hat: Die Mannschaft führt automatisch bestimmte Tätigkeiten aus, ohne dass der Gruppenkommandant weitere Befehle geben muss. Damit ist dieser für die Erkundung freigespielt, und es wird kostbare Zeit gespart.

Z. B. rüstet sich beim „Standardisierten Einsatz Kellerbrand“ der Atemschutztrupp schon während der Zufahrt aus; am Einsatzort wird nach der Absicherung der Einsatzstelle eine B-Leitung bis zum Kellereingang gelegt und dort ein Verteiler gesetzt, danach wird eine C-Löschleitung vorbereitet. Damit steht der Atemschutztrupp schon nach kurzer Zeit für die Personenrettung bzw. die Brandbekämpfung zur Verfügung und kann vom Gruppenkommandanten nach der Erkundung sofort eingesetzt werden.